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Antonia Werr Zentrum  > Berufsausbildung  > Die Ausbildungen

Maßschneiderin

Ausbildung nach § 25 BBiG

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Voraussetzung: Haupt- oder Realschulabschluß

Eignungsmerkmale:

  • Feinmotorisches Geschick
  • Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • Kräftiger Rücken
  • gesunde Augen
  • künstlerische Phantasie
  • sicherer Geschmack
  • Anpassungsfähigkeit im Umgang mit den Kunden
  • Einsatzbereiche nach der Ausbildung:
  • Handwerksberuf im Kleinbetrieb, im Modehaus oder als selbstständige Maßschneiderin.
  • Gefordert sind fachliches Können, Phantasie und modisches Geschick, um die Garderobenwünsche der Kundinnen erfüllen zu können.
  • In der Berufsausübung ist die Maßschneiderin vorwiegend als Änderungsschneiderin tätig.

Entwicklungsmöglichkeiten:

  • Nach 5jähriger Berufspraxis kann die Meisterprüfung abgelegt werden. Sie berechtigt zur Lehrlingsausbildung.
  • Modehäuser suchen tüchtige Fachkräfte für die mittlere Führungsebene (Abteilungsleiterin, Direktrice).
  • Mit mittlerer Reife und 1 Jahr Berufsschule/Kolleg mit Abschluß/Fachhochschulreife ist der anschließende Besuch einer Modeschule oder der Modeklasse der Kunsthochschule möglich.

Abschlüße:

  • Modezeichnerin, Kostümbildnerin, Modejournalistin, Direktrice
  • Die Aus- und Weiterbildungsangebote sind von Land zu Land verschieden.

Berufe im Umfeld:

  • Herrenschneiderin, Wäscheschneiderin, Modistin, Kürschnerin, Bekleidungsschneiderin

Die Ausbildung zur Maßschneiderin im Antonia-Werr-Zentrum

Die Ausbildung zur Maßschneiderin ist für die Mädchen und jungen Frauen interessant, weil sie in vielen Fällen ihrem Bedürfnis entspricht, sich schick zu kleiden und spielerisch und kreativ mit Farben und Stoffen umzugehen.

Sie erwerben in den drei Jahren der Ausbildung Kenntnisse über die textilen Rohstoffe, Garne und Zwirne, die Eigenschaften und die Verwendung von Stoffen und das Zubehör. Das Messen am Körper, Übertragen der Schnitte, das Zeichnen und Zuschneiden ist genauso Teil der Ausbildung wie das Vorbereiten zur Anprobe, das Nähen von Hand und mit den verschiedenen technisch ausgerüsteten Nähmaschinen. Das Bügeln, besonders das Formbügeln der in Bearbeitung stehenden Kleidungsstücke ist ebenso Ausbildungsinhalt.

Besondere Freude entsteht nach der Fertigstellung der in die richtige Passform gebrachten Kleidungsstücke, wenn die Kundinnen mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Ein wichtiges Ziel für Frau Heigele, die auch die Fachpraxis unterrichtet, ist neben der Anfertigung von Kleidungsstücken auch das fachlich richtige Erarbeiten von Teilarbeiten, um jede Art von Arbeitsweisen und Techniken beim Schneidern kennenzulernen. Durch Üben sollen die einzelnen Arbeitsschritte rationell, fachlich richtig und geschickt ausgeführt und im Laufe der Zeit vervollkommnet werden.

Für Kundenaufträge z.B. von Trachten- oder Karnevalsvereinen oder für historische Dorffeste können die Auszubildenden eigene Vorstellungen mit einbringen und die individuellen Entwürfe z. B. bei Gardekostümen mitgestalten.

In regelmäßigen Abständen haben die Auszubildenden die Möglichkeit, Kleidungsstücke nach ihrem Geschmack und nach ihren Vorstellungen für sich persönlich zu kreieren und soweit wie möglich eigenständig herzustellen.

Vor Weihnachten konnte eine Stickmaschine angeschafft werden, mit der die Auszubildenden Namen in verschiedenen Schriftzügen, Motive und Bilder in Frottiertücher oder sonstige Textilien einsticken. Mit großem Erfolg werden bestickte Handtücher auf den Bazaren verkauft oder für Mädchen und Mitarbeiter/innen bearbeitet.

Durch den vermehrten Kundenkontakt ist es in der Maßschneiderei möglich, den Umgang mit Kundinnen am Telefon oder persönlich zu üben und die Umgangsformen zu verbessern. Die Mädchen und jungen Frauen erfahren dabei durch die Reaktion der Kundinnen eine besondere Bestätigung in ihrem Selbstwertgefühl. Im Zusammenwirken von Betrieb, Schule und Kundinnen können die Mädchen so ihr Ausbildungsziel erreichen.