Institut

Seit dem Jahr 2021 hat das Antonia-Werr-Zentrum neben den Erzieherischen Hilfen, der Schule und der Ausbildung eine weitere Säule hinzubekommen: Das Weiterbildungsinstitut für Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung.

 

Fortbildungen

Ab Herbst 2025 geht das Institut einen Schritt weiter und wird ein Fortbildungsprogramm auflegen, welches sich außerhalb der
Weiterbildungsreihen an bereits ausgebildete Traumapädagog:innen oder interessierte Fachmenschen an der Traumapädagogik wendet,
verschiedene Themen neu kennenzulernen oder zu vertiefen.

AWZ Institut Fortbildungs-Flyer 2026

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AWZ AGBs Seminare

21.04.2026 - Anja Sauerer Das Hilfeplangespräch kreativ und traumasensibel

Der Hilfeplan im Spannungsfeld zwischen Anspruch und Wirklichkeit, zwischen Inszenierung und Chance.
Ist das Hilfeplangespräch ein Verwaltungsakt, eine Formsache oder lässt es sich auch kreativ vorbereiten und gestalten?
Oft ist das Hilfeplangespräch negativ behaftet.
Die Kinder und Jugendlichen haben Angst vor den Ergebnissen, vor den Entscheidungen, die „über“ sie getroffen werden, sie haben Angst davor, dass ihre Wünsche nicht gehört werden.
Wie können Kinder- und Jugendliche, wie auch deren Eltern, so beteiligt werden, dass das Hilfeplangespräch tatsächlich ein Wegweiser wird, ein Richtungsgeber auf dem Weg zu den nächsten Zielen, hin zu einer Erziehung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten?
Wie können wir Kindern und Jugendlichen den Mut geben, sich auf den Weg zu machen, den nächsten kleinen Schritt zu gehen?
Wie können wir die Neugierde für neue Wege wecken? Wie können wir Angst und Scham verringern und alle Beteiligten zu Expert:innen für gemeinsame Ziele machen?
Wenn es uns gelingt, den festgefahrenen Strukturen an manchen Stellen mutig einen neuen Farbtupfer zu geben, ohne den Grundcharakter und Auftrag des Hilfeplangespräches zu verändern, kann tatsächliche Hilfe gelingen. Weg von Kontrolle und Macht, hin zu Vertrauen in die Zielerreichung. Und all dies sollte auf der Basis der traumapädagogischen Haltungen und eines soweit als möglich sicheren Ortes aufbauen.

Inhalt:

Traumasensibilität in der Hilfeplangestaltung: „Nach dem HPL ist vor dem HPL“
Kreative lösungs- und ressourcenorientierte Möglichkeiten und Methoden in der Vorbereitung und Durchführung eines Hilfeplangespräches
Rechtliche Hintergründe und Neuerungen des KJSG

Zielgruppe: Fachmenschen aus den stationären Hilfen und dem Jugendamt

Zeit: Zeit: 10:00 – 17:00 Uhr
Preis: 195,00 € inkl. Material und Verpflegung

16.06. - 17.06.2026 und 19.11. - 20.11.2026 - Einladung ins Universum des Clowns

Brauchbare Tools aus Clownerie und Improvisation für Pädagog:innen

Referentin: Susie Wimmer, 2. Vorsitzende Clowns Without Borders International

Susie Wimmer hat als Klinik-Clown gearbeitet, ist freischaffende Künstlerin, improvisiert, tanzt, singt, spielt, assistiert, choreografiert und inszeniert an Theatern und für freie Produktionen aller Kunstsparten im In- und Ausland.

Seit 2008 reist sie mit den “Clowns ohne Grenzen” ehrenamtlich in Krisengebiete, um dort Menschen positives Erleben zu ermöglichen, Freude und Glück zu teilen. Die dabei enstehende tiefe menschliche Verbindung und das Lachen von Kindern motiviert sie, sich zu engagieren.

Zeit: 1. Tag 10:00 – 17:00 Uhr / 2. Tag 09:00 – 16:00 Uhr
Preis: 345,00 € inkl. Material und Verpflegung

05.10. – 06.10.2026 - Andrea Basedow und Christian Neukirch „Appsolut 2.0“-Digitale Welt: Fluch und Segen in der Jugendhilfe

In diesem Seminar behandeln wir den sensiblen Umgang mit digitalen Medien in der Jugendhilfe, insbesondere in der Arbeit mit herausfordernden jungen Menschen. Wir zeigen auf, wie Medien die Jugendhilfe unterstützen können, welche Risiken zu beachten sind und wie Apps in Krisenzeiten hilfreich sein können. Zudem diskutieren wir, wie gemeinsames digitales Lernen die Kommunikation fördert, junge Menschen an einen maßvollen Umgang heranführt und welchen Nutzen KI in der Jugendhilfe bietet. Gemeinsam wägen wir Potenziale und Risiken für die Persönlichkeitsentwicklung ab.

Bei „Appsolut 2.0“ bekommen Sie praxisnahe Ideen, um Kommunikation, Teilhabe und Medienkompetenz im pädagogischen Alltag zu stärken. Sie lernen, geeignete Apps und digitale Tools gezielt in Übergangs- und Krisensituationen einzusetzen, Schutzstrategien zu vermitteln und digitale Kommunikation zu fördern. Zudem erfahren Sie, wie KI-Technologien sinnvoll in der Jugendhilfe genutzt werden können – für mehr Beteiligung, Sicherheit und digitale Kompetenz im Alltag, sowie Kommunikation und Interaktion durch gemeinsames digitales Lernen und Spielen zu verbessern.

Referent*innen:

Christian Neukirch ist Inhaber des Bildungszentrums Neukirch in Trier. Er hat lange Jahre Erfahrung in der digitalen Bildung und ist als Coach und Referent tätig.

Andrea Basedow ist Sozialpädagogin, Familien -und Systemberaterin, Master der Klinischen Sozialarbeit und Traumapädagogin. Nach 33 berufspraktischen Jahren ist sie nun Koordinatorin des Fachverbandes Traumapädagogik und frei Referentin.

Zeit: 1. Tag 10:00 – 17:00 Uhr / 2. Tag 09:00 – 16:00 Uhr
Preis: 540,00 € inkl. Material und Verpflegung

21.10. - 22.10.2026 - Wilma Weiß und Anja Sauerer Anerkennung der Scham, als traumapädagogischer Schatz!

In dieser Fortbildung vertiefen wir den traumapädagogischen Umgang mit Scham. Wir suchen nach Wegen die Würdigung dieses destruktiven Wirkfaktors als Schatz zu bergen und darüber neue heilsame Wege für die uns anvertrauten jungen Menschen zu finden. Vielleicht geht es auch erstmal „nur“ darum, neugierig zu erkunden, wo die Scham sitzt und wie die Schuld „die Seite wechseln“ kann.

Zeit: 1. Tag 10:00 – 17:00 Uhr / 2. Tag 09:00 – 16:00 Uhr
Preis: 475,00 € inkl. Material und Verpflegung

30.11. - 01.12.2026 - Andrea Basedow Beziehung als Basis - Methoden als Brücke

Die Anwendung von Methoden kann uns im pädagogischen Alltag helfen den Beziehungsaufbau zu gestalten, über schwierige Themen zu sprechen, Brücken in der Netzwerkarbeit zu schlagen oder Spaß und Freude in die pädagogische Arbeit zu bringen. Gemeinsam wollen wir entlang verschiedener Themenfelder, wie: Beziehungsaufbau, Krisenintervention, Elternarbeit, Gruppenarbeit oder Beratung unterschiedliche Methoden auf ihre praktische Anwendbarkeit prüfen. Zudem versuchen wir Methoden die wir gut im Alltag integriert haben, auf andere Settings und Zielgruppen zu adaptieren. Der Workshop soll Mut machen erlernte Methoden in die Anwendung zu bringen, um so die pädagogische Arbeit zielgerichtet zu ergänzen.

Referentin: Andrea Basedow ist Sozialpädagogin, Familien -und Systemberaterin, Master der Klinischen Sozialarbeit und Traumapädagogin. Nach 33 berufspraktischen Jahren ist sie nun Koordinatorin des Fachverbandes Traumapädagogik und frei Referentin.

Zeit: 1. Tag 10:00 – 17:00 Uhr / 2. Tag 09:00 – 16:00 Uhr
Preis: 345,00 € inkl. Material und Verpflegung

 

Weiterbildung Traumapädagogik

Bild: Anja Sauerer

Im Mai 2021 startete die erste zertifizierte Weiterbildungsreihe:
Traumapädagogik & Traumafachberatung im Antonia-Werr-Zentrum

Die Teilnehmer erwerben einen Doppelabschluss: Traumapädagogik und Traumafachberatung anerkannt durch die DeGPT und den Fachverband Traumapädagogik

Die Antonia-Werr-Zentrum GmbH ist als zertifiziertes Ausbildungsinstitut anerkannt

Die neue Reihe startet am 05.05.2026.
Sollten auch Sie Interesse haben, wenden Sie sich gerne an Frau Dörner in der Verwaltung oder schreiben Sie eine kurze Mail an: info@antonia-werr-zentrum.de.
Gerne können wir auch einen Telefontermin vereinbaren, sollten Sie mehr über die Inhalte und den Ablauf der Weiterbildung wissen wollen.

Link zum Curriculum

Reihe 5 berufsbegleitende Weiterbildung – Beginn 2026

 

Neue Dozenten vom Traumanetzwerk:

Foto: Jacob Bausum

Jacob Bausum war bis Ende 2023 Mitglied im Leitungsteam des Zentrums für Traumapädagogik Hanau. Seit 01.01.2024 selbständig im Netzwerk-Traumapädagogik. Mitglied im Vorstand des Fachverbandes Traumapädagogik, sowie Gründungsmitglied der BAG-Traumapädagogik (Fachverband Traumapädagogik). Mitarbeit in der AG Standards, Mitglied des Herausgeber:innen Teams des Dokumentarischen Wörterbuchs Traumapädagogik. Seit 2013 Mitglied im Vorstand. Autor in vielen traumapädagogischen Publikationen, insbesondere zum Thema Gruppe.

 

 

 

 

 

 

Foto: Tanja Kessler

Tanja Kessler Dipl-Sozialarbeiterin, Erzieherin, Trauma Pädagogin. Weitergebildet in Systemische Beratung Kompakt, Arbeit mit dem Viszeralsystem Strukturelle Dissoziation nach Ellert Nijenhuis. Seit 2016 Somatic Experiecing Practioner nach Peter Levine (Uta Akademie, Köln). Seit 2015 Traumapädagogin BAG TP / DeGPT (ZTP, Hanau) 2007 bis 2010 Dozentin/Lehrbeauftragte (Fachhochschule Frankfurt am Main – University of Applied Sciences, Fachbereich 04 Soziale Arbeit). Zusammen mit Wilma Weiß und Silke Gahleitner Herausgeberin des Handbuchs Traumapädagogik (Beltz Juventus Verlag). Seit 01.01.2024 selbständig im Netzwerk-Traumapädagogik.